Die Geschichte von Opatija reicht weit in die Vergangenheit zurück. Die heutigen Einwohner sind Nachkommen der Liburner, die hier schon seit dem 9. Jahrhundert v. Chr. sesshaft waren. Sie waren als geschickte Seeleute und Baumeister schneller Schiffe von spezifischer Bauweise bekannt, die sie aus Brettern herstellten und mit Seilen „zusammennähten“. Mit ihren Schiffen gelangten sie bis nach Nordafrika und Kleinasien. Es ist charakteristisch, dass sie Frauen besonders verehrten, die ihrerseits den Vorfahrenkult aufrecht hielten. Der Glaube der Liburner basierte auf alten, vorwiegend weiblichen Gottheiten, von denen uns Anzotika, Ika, Iria und Sentona bekannt sind. Sie verehrten aber auch den Gott Silvanus. Nach langen Kämpfen mit den Römern verloren die Liburner die Macht und
Rom übernahm die Herrschaft über diese Region. Nach dem Fall Roms im 5.
Jahrhundert kamen die Ostgoten hierher. Im 6. Jahrhundert begann die
byzantinische Herrschaft. Im 7. Jahrhundert tauchten die Slawen auf, die
von den Franken abgelöst wurden. Vom 12. Jahrhundert an fiel das Gebiet
um Opatija an die Patriarchen von Aquileia. Das heutige Opatija
entstand um den Bau der kleinen Kirche des hl. Jakobs und dem
dazugehörenden Kloster, die erstmals Mitte des 15. Jahrhunderts erwähnt
werden. Danach fiel Opatija in die Hände der Habsburger-Dynastie.