Ganz neue Möglichkeiten eröffnen sich durch die Partnerschaft mit der österreichischen ad libitum Konzertwerkstatt GmbH und mit dem slowenischen Festival SEVIQC Brežice in Form eines prämierten EU-Projektes im Rahmen des Programms Kultur 2007-2013. Das Festival Kvarner ist nicht nur mit Stolz erfüllt, Teil dieser internationalen, auf europäischer Ebene stattfindenden Kooperation zu sein, sondern sieht diese Partnerschaft auch als Ansporn und Motivation, eigene Projekte im Programm 2007-2013 einzureichen.
Das gemeinsame Projekt trägt den Titel PurPur European Soundinterchange und wird von der ad libitum Konzertwerkstatt GmbH koordiniert.
Das Projekt „PurPur Europan Soundinterchange“ basiert auf der Idee des Erfahrungsaustausches verschiedener Traditionen. Aufbauend auf dem bereits arbeitenden Projekt OAO (Anm.: Orchesterakademie Ossiach), das sich ausschließlich der Weitergabe eines wichtigen österreichischen Kulturerbes widmet, dem Wiener Klangstil (mit allen Facetten und unterschiedlichen Instrumenten und Techniken), möchte das Projekt PurPur einen Schritt weitergehen und unterschiedliche nationale Klangtraditionen, Klangstile, Spiel- und Instrumentaltechniken sowie Kompositionsschulen (auch historische) mit dem Wiener Klangstil und untereinander vergleichen. Mitglieder der Wiener und Berliner Philharmoniker werden anhand von 8 Probespielen in den Partnerländern für die Auswahl der hochtalentierten MusikerInnen sorgen und danach auch für eine praxisnahe Ausbildung verantwortlich zeichnen.
Anhand von insgesamt 2 Seminaren, 4 Workshops und 4 Konzertprojekten, inklusive einem Opernprojekt werden die europäischen TeilnehmerInnen eine neue Sichtweise bezüglich ihrer Klangtradition im Zusammenspiel oder im Vergleich mit anderen Traditionen erfahren. Hautnah werden sie auch den berühmten Wiener Klangstil erleben, der bis auf Mozart und Haydn zurückgeht. Rund um diese Projekte sowie um den teilnehmenden Koorganisator, dem Festival Kvarner, der uns auch Konzertmöglichkeiten in Kroatien bereitstellen wird, und um die anderen acht assoziierten Partner möchten wir ein dichtes, auf dem Internet basierendes Netzwerk schaffen, das den Austausch von MusikerInnen und DozentInnen, aber auch einen Themenaustausch bis hin zur Materialvermittlung (Noten und Instrumente) erleichtern wird. Ein Kernthema dieses Netzwerkes wird die Frage der Mobilität darstellen. Anhand eigener kleiner Workshops werden wir mit unseren TeilnehmerInnen alle Fragen zur Mobilität, ihren Haurausforderungen und Schwierigkeiten erörtern und die Lösungsvorschläge im Netzwerk publizieren. Wir möchten diese Ergebnisse auch der Europäischen Kommission zukommen lassen.
Nur mit Hilfe von EU-Förderungen können solche aufwendigen Kulturprojekte realisiert werden.
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